CCA Taschkent: Besuch im neuen Zentrum für zeitgenössische Kunst
Am 6. September 2026 hat mitten in Taschkent das Centre for Contemporary Arts Tashkent (CCA Tashkent) eröffnet, in einem umgebauten Kraftwerk von 1912. Zwei Dinge entscheiden über Ihren Besuch, bevor Sie irgendetwas anderes planen: Der Eintritt ist frei, verlangt aber eine Voranmeldung, und montags bleibt das Haus geschlossen.
Ein Kraftwerk von 1912 an der Amir-Temur-Straße
Das Gebäude an der Adresse Building B, 6 Amir Temur Str. entwarf 1912 Wilhelm Heinzelmann. Hier standen ein Dieselkraftwerk und ein Straßenbahndepot, von hier kam der Strom für die erste Straßenbahnlinie der Stadt. 2019 übernahm die Uzbekistan Art and Culture Development Foundation (ACDF) das Areal, den Umbau verantwortete das Pariser Büro Studio KO.
Für Reisende kommt damit ein Stopp anderer Art dazu. Bisher setzte sich ein Kulturtag in Taschkent aus Altstadt und Museen sowjetischer Prägung zusammen. Jetzt hat das Land ein dauerhaftes Haus für zeitgenössische Kunst, mit Ausstellungen, Residenzen und eigenem Veranstaltungsprogramm.
Erst anmelden – freier Eintritt heißt nicht spontaner Eintritt
Der Eintritt ist für alle frei, anmelden müssen Sie sich aber vorab über die Buchungsseite des Zentrums. Behandeln Sie das wie ein Zeitfensterticket und erledigen Sie es am Vorabend, nicht an der Tür.
Öffnungszeiten:
- Montag: geschlossen
- Dienstag bis Donnerstag: 10:00–20:00 Uhr
- Freitag und Samstag: 10:00–22:00 Uhr
- Sonntag: 10:00–20:00 Uhr
Gruppen, Schulen und Organisationen buchen gesondert und im Voraus. Parkplätze gibt es auf dem Gelände und in der Nähe, Bushaltestellen liegen in Gehweite, zu Stoßzeiten wird es allerdings eng.
Was gezeigt wird
HIKMAH läuft vom 6. September 2026 bis 31. Januar 2027. Es ist die Eröffnungsausstellung des Hauses: Chefkuratorin Dr. Sara Raza hat sie rund um Weisheit, Geist und stoffliche Verwandlung zusammengestellt, neue Auftragsarbeiten stehen neben bekannten Werken.
Was das Haus sonst bietet
- Ein flexibles Auditorium mit 90 Plätzen und Medientechnik für Filme, Gespräche und Performances.
- Eine Forschungsbibliothek zu Kunst, visuellen Kulturen und Theorie – nur nach Terminvereinbarung, also rechtzeitig anfragen.
- Einen Shop mit Büchern und limitierten Editionen, die für das Zentrum entstanden sind.
- Ein Café-Restaurant mit saisonaler Karte und zeitgenössischer Lesart usbekischer Küche.
Die Bibliothek wird dabei am häufigsten übersehen. Wenn Sie wegen des Archivs kommen und nicht wegen der Ausstellungssäle, schreiben Sie vorab – vor Ort lässt sich das nicht klären.
Einordnung in den Taschkent-Tag
Planen Sie von den Öffnungszeiten her.
- Montag. Das Zentrum ist zu. Setzen Sie stattdessen den Chorsu-Basar, die Metrostationen oder das Viertel um Khazrati Imam in diesen Block.
- Freitag und Samstag. Bis 22:00 Uhr geöffnet – das erlauben in Taschkent nur wenige Häuser, und es macht den Besuch zum echten Abendprogramm nach einem vollen Tag.
- Kurze Reise mit einem Kulturblock. Wenn Sie Handschriften, Moscheehöfe und historische Architektur wollen, trägt Khazrati Imam weiter. Das CCA nehmen Sie für zeitgenössische Arbeiten, eine Kaffeepause und eine zentrale Adresse.
Das Haus liegt in der Stadtmitte und nicht am östlichen Rand, deshalb passt es ohne langen Transfer in einen Fußweg-Tag.
Vor dem Besuch
- Melden Sie sich online für Ihr Datum an und sichern Sie die Bestätigung.
- Meiden Sie den Montag; für einen späten Besuch nehmen Sie Freitag oder Samstag.
- Fragen Sie den Bibliothekszugang gesondert an, wenn Sie ins Archiv wollen.
- Buchen Sie Gruppenbesuche vorab.
FAQ
Brauche ich ein Ticket für das CCA Taschkent?
Der Eintritt ist für alle frei, eine Voranmeldung über die Buchungsseite des Zentrums ist aber Pflicht. Erledigen Sie das vor der Anreise und nicht am Eingang.
Wann ist das CCA Taschkent geschlossen?
Montags. An den übrigen Tagen öffnet es um 10:00 Uhr und schließt um 20:00 Uhr, freitags und samstags erst um 22:00 Uhr.
Wo liegt das CCA Taschkent?
Building B, 6 Amir Temur Str., mitten in der Stadt. Parkplätze gibt es auf dem Gelände und in der Nähe, Bushaltestellen in Gehweite – der Besuch passt also in einen zentralen Fußweg-Tag.